- Title: Hagen: Freiwillige versuchen Aufräumarbeiten in Gang zu bringen
- Date: 15th July 2021
- Summary: REUTERS, HAGEN, 15.07.2021 VERSCHIEDENE EINSTELLUNGEN EINES SCHWER BESCHÄDIGTEN HAUSES UND MEHRERER PKWs, DIE IN TRÜMMERHAUFEN GESPÜLT WURDEN EIN MANN UND EIN PKW UMGEBEN VON TRÜMMERN VON TRÜMMERN UND SCHUTT UMGEBENER PKW BUNDESWEHRFAHRZEUG FÄHRT EINE MIT SCHUTT GESÄUMTE STRASSE ENTLANG ZWEI EINSTELLUNGEN SPAZIERGÄNGER IN EINER STRASSE, GESÄUMT MIT SCHUTT UND TRÜ
- Embargoed: 29th July 2021 14:11
- Keywords: Aufräumarbeiten Extremwetter Klimawandel Regen Unwetter
- Location: HAGEN
- City: HAGEN
- Country: Germany
- Topics: Environment,Europe,Weather
- Reuters ID: LVA001ELY9Z6B
- Aspect Ratio: 16:9
- Story Text:Das Wasser des Unwetters ist noch nicht vollständig abgeebt, während in Hagen Freiwillige bereits versuchen, erste Aufräumarbeiten zu organisieren. Ohne schweres Räumgerät scheint dies ein verzweifeltes Unterfangen zu sein. "Ich fühle mich ein bisschen alleingelassen hier, weil das hier wegzukriegen vom Haus und auch bei den Nachbarn, das ist so gut wie unmöglich nur mit Schippe. Es kommt kein Bagger, es kommt gar keiner", sagt Peter Gottschild. Die Fluten haben Tonnen von Geröll in den Straßen und vor den Häusern abgelegt und die in den Straßen geparkten PKW darüber geschoben. Die Gruppe Männer, die irgendwie helfen will, blickt hilflos auf die Masse, die mit bloßen Händen kaum zu bewegen ist.
Insgesamt waren in Hagen über 600 Hilfskräfte im Einsatz, inklusive 200 Bundeswehrsoldaten. In der westfälischen Stadt musste ein Altenheim evakuiert werden. Die Bundeswehr rettete mit Schlauchbooten Arbeiter aus einem Industriegebiet. Sie waren mehr als 18 Stunden von Wassermassen eingeschlossen.
Bund und Länder sicherten den Kommunen finanzielle Hilfen zu. "Die Menschen im Katastrophengebiet sind in Not, die Schäden sind immens", sagte Bundesfinanzminister und SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz. "Da muss der Bund mit anpacken. Ich werde alles dafür tun, dass auch der Bund finanzielle Hilfe leistet."
Auch NRW-Ministerpräsident Armin Laschet will den Kommunen unter die Arme greifen. "Hilfe des Landes ist erforderlich", sage der CDU-Vorsitzende. "Wir werden die Kommunen, die betroffenen, nicht alleine lassen." Die Schäden seien allerdings noch nicht messbar. Er habe für Freitag das Landeskabinett zusammengerufen, um die Lage zu analysieren. Auch der Innenminister von Rheinland-Pfalz, Roger Lewentz, sicherte Hilfe zu. Die Landesregierung sei selbstverständlich an der Seite derer, die vor den Trümmern ihrer Existenz stehen und Hab und Gut verloren haben." Das Unwetter hat unser Land hart getroffen. Ich bange mit allen, die in Gefahr sind", erklärte Ministerpräsidentin Malu Dreyer. "Ich danke allen Helferinnen und Helfern, Feuerwehren und Einsatzkräften, die unermüdlich mit großem Einsatz gegen die Wassermassen kämpfen." - Copyright Holder: REUTERS
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