- Title: Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst gehen in entscheidende Phase
- Date: 14th March 2025
- Summary: REUTERS, POTSDAM, 14.03.2025 DEMONSTRATION VON BESCHÄFTIGTEN DES ÖFFENTLICHEN DIENSTES VOR DEM VERHANDLUNGSORT IN POTSDAM, ZWEI EINSTELLUNGEN ANKUNT BUNDESINNENMINISTERIN NANCY FAESER (SPD), DIVERSE EINSTELLUNGEN INNENEINSTELLUNG, ANKUNFT FAESER ZUM STATEMENT FAESER BEI STATEMENT O-TON BUNDESINNENMINISTERIN NANCY FAESER (SPD) ("Erstmal will ich sagen Ich bin guter Hoffnung
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- Keywords: Kommunale Arbeitsgeber Tarifverhandlung Verdi Öffentlicher Dienst
- Location: POTSDAM
- City: POTSDAM
- Country: Germany
- Topics: Europe,Society/Social Issues
- Reuters ID: LVA001882114032025RP1
- Aspect Ratio: 16:9
- Story Text: Mit verhärteten Fronten sind die Tarifverhandlungen für die mehr als 2,7 Millionen Beschäftigten im öffentlichen Dienst von Bund und Kommunen am Freitag in Potsdam in die dritte und möglicherweise entscheidende Runde gegangen. Die Gewerkschaft Verdi und der Deutsche Beamtenbund dbb fordern acht Prozent mehr Lohn, mindestens aber eine Anhebung um 350 Euro monatlich. Die Arbeitgeber haben auch mit Blick auf die klammen öffentlichen Kassen bislang kein Angebot vorgelegt. Die dritte Verhandlungsrunde ist bis zum Sonntag angesetzt. Eine merkliche Annäherung gab es in den beiden vorangegangenen Runden nicht.
Verdi-Chef Frank Werneke forderte die Arbeitgeber vor Beginn der Verhandlungen auf, jetzt ein Angebot vorzulegen. Dass dies noch nicht geschehen sei, "das macht (...) es sehr schwer, in der dritten Runde zu einem Ergebnis zu kommen", sagte Werneke. "Ich hoffe, das wird korrigiert jetzt gleich am Anfang der Verhandlungen." Werneke verwies darauf, dass in dieser Woche mehr als 150.000 Beschäftigte des öffentlichen Diensts bundesweit an Streiks teilgenommen hätten. "Das heißt, wir gehen auch mit Rückenwind in diese Verhandlungsrunde." Andeutungen der Arbeitgeber, es könne auf eine Nullrunde hinauslaufen, habe "Empörung und Unverständnis" bei den Beschäftigten ausgelöst.
Bundesinnenministerin Nancy Faeser äußerte die Hoffnung, dass es bis Sonntag eine Einigung geben werde. Dazu gehöre auch, dass die Arbeitgeber "irgendwann" ein Angebot vorlegten. Es gehe darum, "einen fairen Ausgleich" zu finden, die die Verhandlungen für den Bund als Arbeitgeber führt. Aber: "Die Lage ist sehr prekär für viele Kommunen", betonte die Ministerin. Für die Kommunen sitzt die Präsidentin der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA), Karin Welge, am Verhandlungstisch. Welge sagte, der öffentliche Dienst dürfe nicht zum Preistreiber für Personalkosten werden. Man müsse daher "sehr ernsthaft über das Thema Inflationsausgleich reden".
(Produktion: Oliver Barth, Laura Urraca-Makuch) - Copyright Holder: REUTERS
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