- Title: Künstliche Intelligenz im Gesundheitsbereich immer mehr auf dem Vormarsch
- Date: 28th March 2025
- Summary: REUTERS, POTSDAM, 26.03.2025 MARKUS NUTSUA, DATA SCIENTIST BEI SVA SYSTEM VERTRIEB ALEXANDER GMBH, UND KOLLEGE MIT VR-BRILLE, DIE FÜR KI-ANWENDUNG IN DER MEDIZIN VERWENDET WERDEN KANN STEUERUNG IN HAND NAH O-TON MARKUS NUTSUA, DATA SCIENTIST BEI SVA SYSTEM VERTRIEB ALEXANDER GMBH ("Die VR-Brille selber, die wird hier nur genutzt um quasi die Chirurgen dabei zu unterstützen
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- Keywords: Gesundheit HEALTH Hasso Plattner KI Wissenschaft
- Location: Potsdam
- City: Potsdam
- Country: Germany
- Topics: Europe,Health/Medicine
- Reuters ID: LVA001188126032025RP1
- Aspect Ratio: 16:9
- Story Text: Mit der Virtual Reality Brille eine Operation üben oder in der Arztpraxis mit einer KI-Rezeptionistin telefonieren und einen Termin ausmachen - in der Welt der Künstlichen Intelligenz ist bereits einiges möglich und immer mehr Ideen kommen neu auf den Markt. Am Hasso-Plattner-Institut in Potsdam kommen in dieser Woche beim Digital Health Innovation Forum Experten aus aller Welt zusammen, um Innovationen aus der Welt der KI vorzustellen.
Hier treffen sich Vertreter aus Wissenschaft, Politik und der Wirtschaft, um über die digitale Transformation des Gesundheitswesens und der öffentlichen Gesundheit zu diskutieren. Lothar Wieler, ist einer der Gastgeber der Konferenz. Er ist Leiter des Fachgebiets “Digital Global Public Health” am HPI. "Wir haben unglaublich viele Prozesse, die ineffektiv und ineffizient sind, wir haben Ärzte, die überlastet sind, weil sie nicht genug Zeit haben", sagt der Wissenschafler. "Es ist, glaube ich, keine Frage, dass Digitalisierung viele von diesen Problemen lösen kann, wenn sie denn sinnvoll und sicher eingesetzt wird."
Vor dem Hintergrund der finanziellen Kürzungen an US-Hochschulen befürchtet Ariel Dora Stern, Gesundheitsökonomin am Hasso-Plattner-Institut (HPI), dass viele Projekte im Bereich Forschung nicht mehr durchgeführt werden können. "Längerfristig gibt es so viele gute Projekte, so viel gute Forschung, die jetzt nicht gemacht wird oder die jetzt nicht gemacht werden, einfach weil das Geld nicht da ist", so Stern.
"Die Botschaft an junge Forscher ist: Es sieht nicht so gut aus. Das finde ich extrem traurig und wir leiden alle drunter, in den USA aber auch in Deutschland".
Das Unternehmen Praxipal will dem Fachkräftemangel etwas entgegensetzen und hat eine KI-gestützte Terminvergabe in Praxen entwickelt. "Luna ist die KI-Rezeptionistin für Arztpraxen", erklärt Daniel Woelki, der Geschäftsführer von Praxipal. "Die beantwortet alle eingehenden Anfragen, die so in einer Arztpraxis reinkommen, und das in einer menschlichen Art und Weise." Luna könne Termine buchen, einen Termin verschieben oder auch andere Fragen beantworten. "Das Problem ist wirklich einfach, dass es einen riesen Fachkräftemangel gibt", erklärt Woelki den Hintergrund seiner Innovation. "Häufig sitzen vorne am Empfang ZFAs, MFAs, also medizinische Fachangestellte, und die werden händeringend gesucht. Und das heißt häufig, es gibt gar keine Alternative." Mit Luna könnten Patienten ihre Praxen endlich wieder erreichen.
Das Unternehmen SVA stellt beim Digital Innovation Forum eine besondere Brille vor, die etwa in Krankenhäusern genutzt werden kann. "Die VR-Brille selber, die wird hier nur genutzt um quasi die Chirurgen dabei zu unterstützen entweder medizinisches Personal auszubilden oder OPs vorzubereiten", erklärt Data Scientist Markus Nutsua. "Auf den Brillen werden dann CT-Bilder dreidimensional dargestellt, so dass man sich die halt im virtuellen Raum anschauen kann, die Bilder manipulieren kann und von allen Seiten sich ganz genau anschauen kann". Dies könne helfen, eine OP vorzubereiten. Man könne aber auch die Patienten besser miteinbinden, in dem man mithilfe der Brillen zeigen könne, "was genau vorgenommen werden soll."
(Produktion: Martin Schlicht, Petra Haverkamp, Susanne Neumayer-Remter) - Copyright Holder: REUTERS
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