- Title: Merz bei Handwerksmesse: Müssen Strukturreformen anpacken
- Date: 6th March 2026
- Summary: REUTERS, MÜNCHEN, 06.03.2026 ANKUNFT VON BUNDESKANZLER FRIDERICH MERZ (CDU) UND UNTER ANDEREN BDA-PRÄSIDENT RAINER DULGER UND JÖRG DITTRICH, PRÄSIDENT DES ZENTRALVERBANDES DES DEUTSCHEN HANDWERKS, ZU GEMEINSAMEM GESPRÄCH MIT VERTRETERN DEUTSCHER WIRTSCHAFTSVERBÄNDE TEILNEHMER, DIHK- HAUPTGESCHÄFTSFÜHRERIN HELENA MELNIKOV IN DER ERSTEN REIHE TEILNEHMER, UNTER ANDEREM EHEM
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- Keywords: CDU Handwerksmesse MERZ Regierung Strukturreformen
- Location: MÜNCHEN
- City: MÜNCHEN
- Country: Germany
- Topics: Europe,Economic Events
- Reuters ID: LVA001158306032026RP1
- Aspect Ratio: 16:9
- Story Text: Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat weitere Strukturreformen in Aussicht gestellt. Man habe in den vergangenen neun Monaten vieles aus dem Koalitionsvertrag in Gesetze überführt, sagte Merz.am Freitag beim "Münchener Spitzengespräch der Deutschen Wirtschaft" "Aber das reicht nicht, wir müssen Strukturreformen anpacken, die viel zu lange aufgeschoben worden sind." Steuern und Abgaben seien zu hoch, Energie bleibe zu teuer, und der Sozialstaat müsse zielgenauer werden, erklärte er. "Das Bürgergeld ist Geschichte, wir haben die neue Grundsicherung eingeführt." Das solle helfen, den Arbeitsmarkt zu stabilisieren, da die Volkswirtschaft unter einem Mangel an Fachkräften leide, sagte der Kanzler.
Mit Blick auf die Energiepreise betonte Merz, die Bundesregierung beobachte die Entwicklungen an den Öl- und Gasmärkten genau. Die Bundeswirtschaftsministerin habe zu Wochenbeginn prüfen lassen, ob über das Kartellrecht Abhilfe möglich sei, sagte er. Unabhängig von externen Schocks müsse Deutschland jedoch in der Energiepolitik vorankommen. Man arbeite "sehr hart daran", die Preise zu senken und zusätzliche Erzeugungskapazitäten zu schaffen – vor allem beim Strom. Deutschland brauche neue Quellen für Gas und Öl sowie "vor allen Dingen Gaskraftwerke, die grundlastfähig sind". Das entsprechende Konzept habe die Bundesregierung in den vergangenen Monaten entwickelt und in Brüssel genehmigen lassen, sagte Merz.
Zugleich verwies der Kanzler auf die Lage am Arbeitsmarkt. "Wir haben jetzt seit einigen Wochen wieder eine Arbeitslosigkeit von über drei Millionen. Das ist […] eine inakzeptabel hohe Zahl", sagte er. Ziel sei es, Arbeitsplätze in Industrie, Mittelstand und Handwerk zu sichern. Dafür müssten die Arbeitskosten sinken. Die Bundesregierung wolle Reformen der sozialen Sicherungssysteme auf den Weg bringen, um die Lohnnebenkosten – etwa durch Beiträge zur Sozialversicherung – in den Griff zu bekommen und tendenziell zu senken. Diese Reformen sollten noch in diesem Jahr angeschoben werden, erklärte Merz.
(Produktion: Ayhan Uyanik, Christine Uyanik, Louisa Off, Laura Urraca-Makuch, Gabriele Sajonz) - Copyright Holder: REUTERS
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