Bundesverband freier Tankstellen: Müssen erhöhte Rohöl-Einkaufspreise 1:1 weitergeben
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2363034
Bundesverband freier Tankstellen: Müssen erhöhte Rohöl-Einkaufspreise 1:1 weitergeben
- Title: Bundesverband freier Tankstellen: Müssen erhöhte Rohöl-Einkaufspreise 1:1 weitergeben
- Date: 4th March 2026
- Summary: REUTERS, BERLIN, 04.03.2026 SARAH SCHMITT, LEITERIN RECHT, REGULATORIK UND GOVERNANCE BEIM BUNDESVERBAND FREIER TANKSTELLEN (BFT), GIBT INTERVIEW SCHMITTS HÄNDE, NAH O-TON SARAH SCHMITT, LEITERIN RECHT, REGULATORIK UND GOVERNANCE BEIM BUNDESVERBAND FREIER TANKSTELLEN (BFT) ("Ja, die Straße von Hormus ist nach wie vor nicht passierbar. Darüber werden 20 Prozent des globale
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- Keywords: Bundesverband freier Tankstellen Iran Krise Rohöl Spritpreis Spritpreisbremse Tankrabatt Tankstellen Treibstoff
- Location: BERLIN
- City: BERLIN
- Country: Germany
- Topics: Europe,Economic Events
- Reuters ID: LVA001078304032026RP1
- Aspect Ratio: 16:9
- Story Text: Die Folgen des jüngsten Iran-Konflikts schlagen sich weiter auch an den Zapfsäulen in Deutschland nieder. Die Blockade der Straße von Hormus durch den Iran habe zu einer großen Unruhe in den Ölmärkten geführt, sagte Sarah Schmitt, Leiterin der Abteilung Recht, Regulatorik und Governance beim Bundesverband freier Tankstellen (BFT) am Mittwoch in Berlin. Die gestiegenen Rohölpreise schlügen sich schnell auf die Wertschöpfungsketten nieder. "Und die Tankstellen müssen den erhöhten Einkaufspreis 1:1 einpreisen und weitergeben", sagte Schmitt.
Der Iran blockiert weiterhin die Wasserstraße, die rund 20 Prozent des weltweiten Ölhandels abwickelt, und treibt damit die Preise in die Höhe. Experten sehen kurzfristig kaum Alternativen zu den betroffenen Handelsrouten, da alternative Transportwege mit gestiegenen Kosten verbunden seien, so Schmitt.
An manchen Tankstellen werden für Benzin und Diesel bereits mehr als zwei Euro pro Liter verlangt. An die Verbraucher appellierte Schmitt, Ruhe zu bewahren und keine Hamsterkäufe zu tätigen, da dies lokale Engpässe und weitere Preisanstiege auslösen könne. "Wir empfehlen, weiterhin die Preise über Verbraucherapps zu vergleichen, wie es bislang der Fall ist", sagte Schmitt.
Nach dem russischen Überfall auf die Ukraine hatte die damalige Ampel-Regierung 2022 einen Tankrabatt eingeführt, um die stark gestiegenen Kraftstoffpreise zu dämpfen. Für eine ähnliche Maßnahme, die Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Sven Schulze (CDU) in einem Politico-Podcast angesprochen hatte, zeigte sich der BFT offen. Eine vorübergehende Senkung der Energiepreissteuer könne Verbraucher aber nur kurzfristig entlasten, strukturelle Preissenkungen gebe es dadurch nicht.
Die schwarz-rote Bundesregierung plant indes keine Maßnahmen gegen die gestiegenen Spritpreise infolge des Nahost-Konflikts. Wirtschaftsministerin Katherina Reiche sagte am Mittwoch am Rande der Handwerksmesse in München, eine Spritpreisbremse stehe nicht auf der Agenda.
Unterdessen hat ein Plan von US-Präsident Donald Trump, Schiffe durch militärischen Begleitschutz durch die Straße von Hormus zu eskortieren, den Anstieg beim Ölpreis reduziert. Nach zwei Tagen mit Verlusten schlugen die Börsen am Mittwoch einen Erholungskurs ein. Allerdings sei es "noch unklar, ob sich dieser Plan tatsächlich umsetzen lässt", sagte Thomas Altmann, Portfoliomanager bei QC Partners.
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